Die M3 Durchfallquote ist der Anteil der Prüflinge, die im Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung die Note "nicht ausreichend" bekommen. Sie ist winzig: Im Herbst 2024 waren es laut Ergebnisbericht des IMPP 11 von 5.618 Prüflingen, also 0,2 Prozent. In den fünf jüngsten Berichten lag sie nie über 0,3 Prozent.

Das M3 läuft laut § 16 ÄApprO im November und Dezember, für viele also in wenigen Wochen. Hier liest du, was die amtlichen Zahlen zur M3 Durchfallquote wirklich sagen, wie die Noten verteilt sind und was passiert, falls es doch schiefgeht.

Key Takeaways

  • Durchfallen ist im M3 die große Ausnahme. Im Herbst 2024 bekamen laut IMPP 11 von 5.618 Prüflingen die Note nicht ausreichend, das sind 0,2 Prozent.
  • Die Quote ist seit Jahren stabil. Über fünf Prüfungsdurchgänge von Herbst 2022 bis Herbst 2024 waren es zusammen 73 von 25.827, also knapp 0,3 Prozent.
  • Die meisten holen eine Eins oder Zwei. Im Herbst 2024 lagen 85,8 Prozent bei sehr gut oder gut, die Durchschnittsnote war 1,78.
  • Physikum und M2 sind härter. Im schriftlichen Physikum vom Herbst 2026 fielen laut IMPP 10,0 Prozent durch, im M2 vom Frühjahr 2026 waren es 3,1 Prozent.
  • Ein Fehlversuch ist nicht das Ende. Laut § 20 ÄApprO darfst du das M3 zweimal wiederholen.

Wie hoch ist die M3 Durchfallquote?

Die M3 Durchfallquote lag im Herbst 2024 bei 0,2 Prozent. Laut IMPP traten 5.618 Prüflinge an, 11 bekamen die Note "nicht ausreichend". Im Frühjahr 2024 waren es 15 von 4.491, im Herbst 2023 17 von 5.677. Bundesweit fällt also jedes Mal nur eine Handvoll Leute durch.

M3 DurchgangTeilnehmendeNicht ausreichendQuote
Herbst 20225.664170,3 Prozent
Frühjahr 20234.377130,3 Prozent
Herbst 20235.677170,3 Prozent
Frühjahr 20244.491150,3 Prozent
Herbst 20245.618110,2 Prozent

Der Bericht zum Herbst 2024 ist der neueste, den das IMPP für das M3 veröffentlicht hat. Er erschien im August 2025. Für 2025 und 2026 gibt es noch keine amtliche Auswertung.

Welche Noten bekommen die meisten im M3?

Im M3 sind gute Noten der Normalfall. Im Herbst 2024 bekamen laut IMPP 38,7 Prozent ein "sehr gut" und 47,1 Prozent ein "gut". Nur 2,5 Prozent landeten bei "ausreichend" oder schlechter. Die Durchschnittsnote lag bei 1,78, in den vier Durchgängen davor zwischen 1,76 und 1,80.

Note im M3, Herbst 2024AnzahlAnteil
sehr gut (1)2.17638,7 Prozent
gut (2)2.64547,1 Prozent
befriedigend (3)65711,7 Prozent
ausreichend (4)1292,3 Prozent
nicht ausreichend (5)110,2 Prozent

Die echte Frage im M3 ist selten "bestehe ich?", sondern "wird es eine Eins oder eine Zwei?".

Die M3 Durchfallquote im Vergleich zu Physikum und M2

Die M3 Durchfallquote ist die niedrigste aller drei Staatsexamen im Medizinstudium. Im schriftlichen Physikum vom Herbst 2026 fielen laut IMPP 736 von 7.385 Prüflingen durch, also 10,0 Prozent. Im M2 vom Frühjahr 2026 waren es 159 von 5.060, also 3,1 Prozent. Die Details zum ersten Examen stehen in Physikum Durchfallquote.

Der Grund liegt auch im Format. Physikum und M2 haben einen schriftlichen Teil mit fester Bestehensgrenze. Das M3 ist laut § 13 ÄApprO rein mündlich-praktisch, und wer es erreicht, hat beide schriftlichen Hürden schon genommen.

Warum fällt im M3 kaum jemand durch?

Die M3 Durchfallquote ist so niedrig, weil zwei Dinge zusammenkommen. Laut § 15 Abs. 7 ÄApprO bestehst du mit mindestens "ausreichend". Dazu kommt die Vorauswahl: Wer im M3 sitzt, hat Physikum, M2 und ein ganzes Praktisches Jahr hinter sich. Die Kommission prüft also Leute, die gerade ein ganzes Jahr auf Station gearbeitet haben.

Fast alle treten beim ersten Versuch an. Im Herbst 2024 waren laut IMPP 99,6 Prozent Erstteilnehmende. Unter den 19 Erstwiederholenden lag der Schnitt dagegen bei 3,3, im Frühjahr 2024 fielen 2 von 15 Erstwiederholenden erneut durch. Ein zweiter Anlauf ist also deutlich zäher.

Spielt deine Uni bei der Note eine Rolle?

Ja, beim Notenschnitt schon, beim Bestehen kaum. Im Herbst 2024 reichte der Durchschnitt laut IMPP von 1,5 in Aachen bis 2,1 in Rostock. Der Anteil der Einsen schwankte zwischen 23,8 Prozent in Freiburg und 55,3 Prozent in Aachen. Die M3 Durchfallquote lag an keiner Uni über 1,2 Prozent.

Das IMPP schreibt selbst dazu, dass diese nicht bereinigten Zahlen kein Ranking der Fakultäten sein sollen. Für dich heißt das: Deine Kommission zählt mehr als dein Standort.

Was passiert, wenn du im M3 durchfällst?

Dann ist nicht alles vorbei. Laut § 20 ÄApprO darfst du den Dritten Abschnitt zweimal wiederholen, ein bestandener Abschnitt darf dagegen nicht wiederholt werden. Die zuständige Stelle lädt dich von Amts wegen zum nächsten Prüfungstermin. Nach § 16 Abs. 2 können Wiederholungen mündlich-praktischer Prüfungen auch außerhalb der üblichen Monate liegen.

Je nach Fall musst du laut § 20 Abs. 2 zusätzliche Ausbildungsnachweise beilegen. Einen schon gestellten Antrag auf Approbation solltest du klären, wie das geht, steht in Approbation beantragen nach dem M3.

Wie senkst du dein Risiko vor dem Termin?

Am meisten bringt es, die Prüfung so zu üben, wie sie laut § 30 ÄApprO abläuft: zwei Tage, höchstens vier Prüflinge, 45 bis 60 Minuten pro Person und Tag. Am ersten Tag stellst du einen Patienten vor, und dein schriftlicher Bericht fließt in die Bewertung ein. Wer das vorher laut trainiert, geht ruhiger hinein. Auch wenn die M3 Durchfallquote winzig ist, entscheidet diese Übung über deine Note.

  1. Ablauf kennenLies dir den Ablauf der zwei Tage und die Fächer in M3 Examen: Ablauf, Termine und Vorbereitung durch.
  2. Bericht ernst nehmenDer Bericht mit Anamnese, Diagnose, Prognose, Behandlungsplan und Epikrise ist Teil der Prüfung. Wie du ihn schreibst, steht in Epikrise M3.
  3. Laut vorstellenStell jeden Tag einen Fall in drei Minuten vor, gern vor Freunden aus dem PJ. So klingt deine Antwort in der Prüfung nicht auswendig gelernt.
  4. Lücken gezielt schließenFrag dich selbst ab statt nur zu lesen. Laut UNC Learning Center macht Selbsttesten das Lernen intensiver und effizienter.
  5. Nerven planenWenn dich Angst blockiert, hilft dir der Ratgeber Prüfungsangst überwinden von dein-medizinstudium.de.
Tipp: Frag in der Woche vor dem Termin eine Ärztin oder einen Arzt auf deiner Station, ob ihr eine Patientenvorstellung wie in der Prüfung durchspielt. Zehn Minuten Feedback bringen mehr als eine Stunde Lesen.

Zählt die M3 Note für deine Gesamtnote?

Ja, und zwar zu einem Drittel. Laut § 33 ÄApprO werden die Noten aus Physikum, M2 und M3 addiert und durch drei geteilt. Weil im M3 so viele eine Eins holen, kann eine gute mündliche Leistung eine schwächere Note aus dem M2 spürbar ausgleichen. Für die Approbation selbst zählt nur das Bestehen.

Wer noch mitten im Praktischen Jahr steckt: Was das PJ rechtlich ist, fasst das ncrechner Lexikon zum Praktischen Jahr zusammen. Wie mündliche Prüfungen allgemein ablaufen, zeigt Mündliche Prüfung im Medizinstudium.

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Häufige Fragen zur M3 Durchfallquote

Wie viele fallen durchs M3?

Sehr wenige. Im Herbst 2024 bekamen laut Ergebnisbericht des IMPP 11 von 5.618 Prüflingen die Note nicht ausreichend, das sind 0,2 Prozent. Von Herbst 2022 bis Herbst 2024 waren es über fünf Durchgänge zusammen 73 von 25.827. Die Quote lag dabei in keinem Durchgang über 0,3 Prozent.

Wie oft darf ich das M3 wiederholen?

Laut § 20 Abs. 1 ÄApprO darfst du den Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung zweimal wiederholen. Eine weitere Wiederholung ist auch nach einem neuen Medizinstudium nicht erlaubt. Die zuständige Stelle lädt dich von Amts wegen zum nächsten Prüfungstermin, je nach Fall mit zusätzlichen Ausbildungsnachweisen.

Welche Note ist im M3 normal?

Eine Eins oder eine Zwei. Im Herbst 2024 bekamen laut IMPP 38,7 Prozent ein sehr gut und 47,1 Prozent ein gut, zusammen 85,8 Prozent. Die Durchschnittsnote lag bei 1,78. Ein befriedigend hatten 11,7 Prozent, ein ausreichend nur 2,3 Prozent der Prüflinge.

Wann bin ich im M3 durchgefallen?

Laut § 15 Abs. 7 ÄApprO ist die mündlich-praktische Prüfung bestanden, wenn du mindestens die Note ausreichend erhältst. Durchgefallen bist du also nur mit nicht ausreichend. Die Kommission entscheidet mit Stimmenmehrheit, und dein schriftlicher Bericht über den Patienten fließt laut § 30 Abs. 4 in die Bewertung ein.

Quellen